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Attacke von rechts Proteste gegen G 20: Im Hamburger Schanzenviertel randalierten offenbar auch Neofaschisten – Rolle von V-Leuten unklar

Artikel von Arwen70 veröffentlicht am 12.07.2017 17:33 Uhr

https://www.jungewelt.de/artikel/314287.attacke-von-rechts.h tml

Gegenüber jW erklärte ein Demoteilnehmer, er habe einen »Schwarzgekleideten« aus dem Schanzenviertel kommen sehen, der offenbar mit randaliert habe. Unter seinem Kapuzenpulli habe er ein T-Shirt mit Deutschlandflagge und typischen Schriftzügen getragen.

Bekannt ist, dass die Polizei die Randalierer stundenlang gewähren ließ. Teilweise sah sie dabei aus der Nähe zu. Sie habe befürchtet, dass von Dächern Steine oder Platten geworfen werden könnten, rechtfertigte sie sich später. Unterdessen attackierten Polizeieinheiten friedlich Demonstrierende teils äußerst brutal. Teilnehmer berichteten jW von Menschen, die in Panik vor Übergriffen geflohen seien und sich dabei verletzt hätten. Ein Mann erläuterte, dass Polizisten ihn grundlos verhaftet hätten. Dabei hätten sie ihn mit dem Kopf gegen eine Wand und einen Pfeiler gerammt, geschlagen und beleidigt. Erst nach fünf Stunden sei er medizinisch versorgt und nach elf Stunden ohne Erklärung freigelassen worden. Am Sonntag hatte er ein Foto von sich mit blauem Auge und geschwollener Nase auf Facebook veröffentlicht.

Wie üblich hatten sich Polizisten als Demonstranten verkleidet. Ein solcher verdeckter Ermittler feuerte am Freitag einen Warnschuss ab. Er habe einen Angriff auf einen vermeintlichen Kollegen in gleicher Mission verhindern wollen, hieß es. Ein linkes Bündnis erklärte, die Leute hätten den Bedrängten als Provokateur der Polizei identifiziert und festhalten wollen. Die Polizei und der Angegriffene bestritten dies. In der Nacht zu Sonntag fiel laut Spiegel online ein zweiter Warnschuss aus einer Gruppe Zivilfahnder. Inwieweit tatsächlich »Agents provocateurs« im Spiel waren, ist aber unklar. In der Vergangenheit wurden solche Einsätze immer wieder bekannt und bewiesen. Dass Neonazis auf linken Demos randalieren, um Teilnehmer zu diskreditieren, ist auch nicht neu. Bei den Blockupy-Protesten 2015 in Frankfurt am Main war dies der Fall.

 

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Artikel von Arwen70 am 12.07.2017 17:33 Uhr
20 Leser, 8 Kommentare

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Diskussion

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    Kate_LemnisKate_Lemnis, vor 2 Monaten

    Re: Attacke von rechts Proteste gegen G 20: Im Hamburger Sch...

    Party-Dresscode einhalten ist nur etwas für Spießer!
     
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