Feuerlocke76

4 Gründe, warum Pornofilme wirklich albern sind.

Artikel von Feuerlocke76 veröffentlicht am 12.01.2010 21:42 Uhr

Man kann ja (gerade als Mann ;-)) über Pornofilme sagen, was man will. Die Geschmäcker sind ja nun mal verschieden, SEHR verschieden (Gott sei Dank!).

Damals mit 19 war ich gerade in einer festen Beziehung und hatte einen Job, in dem ich desöfteren von 7 Uhr früh bis nachts um zwölf, eins in der Firma sitzen musste, wenn irgendein wichtiges Projekt anstand, jedes Mal SUPER dringend. Privatleben? Für (m)einen amerikanischen Konzern nicht wirklich relevant oder gar ein Hindernisgrund, aber ich schweife vom Thema ab. ;-)

Einmal, an einem Mittwoch nachmittag, durfte ich gnädigerweise einige meiner Stunden abbauen und war schon gegen zwei daheim, mein damaliger Freund war zu diesem Zeitpunkt noch bei der Arbeit. Ich beschloß, diese Zeit zu nutzen, um mal wieder gründlich die Wohnung zu putzen, um am Wochenende viel Zeit für Unternehmungen zu haben. Also Staubsauger an und als ich so vor mich hersaugte, stieß ich plötzlich unter der Kachelofenbank auf Widerstand. Ich schaute drunter und was entdecke ich? Stapelweise Pornofilme, von deren Existenz ich natürlich nichts wusste. Ich schaute mir die Cover mal näher an und entdeckte so künstlerisch wertvolle Titel wie „Dein Arsch gehört mir“.

Als der Freund kurz darauf heimkam, sprach ich ihn offen und direkt drauf an, warum er die denn vor mir versteckt hätte, die könnte man doch auch mal zusammen schauen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir noch nie zuvor einen Pornofilm angesehen und war neugierig.

Da wand er sich wie ein Wurm. Peinlich berührt, daß ich sie entdeckt hatte. Meinte dann, ja, nein, ähm, hätte er ja nur von nem Kumpel aufgezwungen (!) bekommen und bisher noch gar nicht angeschaut, nur einen mal im Schnellvorlauf. Meine Gedanken: Ja alles klar, glaub ich Dir jetzt aber auch aufs Wort.

Also, gesagt, getan. Popcornschüssel neben mir, Film ab *g* und nun mal ein kleiner Auszug von Dingen / Situationen, die wohl in ziemlich vielen Pornofilmen gemacht werden, auch wenn alles ungefähr so viel Erotik aufweist und genauso geil macht wie ein Dick & Doof-Film, naja wenigstens ebenso so lustig sind sie auch (mindestens!).

1.Das Spucken
Oh ja, in manchen Filmen wird gespuckt und welche Mengen! Ich weiß nicht, warum das eigentlich gemacht wird (Vielleicht kann mich ja hierzu mal jemand aufklären?) In dem einen Film war wohl – so glaube ich – eine Art Spuck-Wettbewerb. Wer da gewann, weiß ich zwar nicht mehr, aber es sah weder ästhetisch noch erregend aus, höchstens ekelerregend, wie der Speichel von mehreren Frauen literweise von seinem Ding zu seinen "Bällchen" herunter lief, wo die drei Mädels ihn wieder aufleckten (brrrrrrr, schüttel), damit der Hochflor-Teppich im Studio ja nicht versaut wird? Ich dachte mir damals noch, vielleicht sollte das ja – Hunde sabbern ja auch wie verrückt – was Animalisches darstellen.“ Gut möglich, aber auf uns hatte es nicht den gewünschten Effekt (vielleicht auf meinen Freund, doch falls ja, wußte er es gut zu verstecken ;-)) Ich sagte dann nur: Spul mal vor, kann ja nur besser werden.

2. Die Dialoge / das Stöhnen
Der Ausdruck „Stöhnen“ ist im Zusammenhang mit Pornofilmen extrem irreführend, wenn man hört, was die Darsteller so von sich geben. Hört sich meistens eigentlich eher so an wie ein Quietschen und Fiepen, welches vielleicht auch mit einem rostigen Scharnier oder einer Gummiente synchronisiert wird.
Auszug aus den Dialogen (die sich genau so immer und immer wieder wiederholen, wie eine Art Mantra):
Frau: Ohhhhhh Honey!!! F*** my horny p****!!!
Mann: Ohhhhhh God!!! I´lll f*** your horny p*****!!!
Frau: „Ohhhhhh Honey!!! F*** my p**** hard!!!
Mann: Ohhhhhh God!!! I’ll f*** your p***** hard!!!
Wirklich sehr extrem innovative und phantasievolle Dialoge (!), aber leider in keiner Weise erregend. Also haben wir bei diesen schwachsinnigen und hirnrissigen Dialogen einfach mal wieder vorgespult.

3. Das wohl Wichtigste: Die Handlung
Ein junges und nur mit einem durchsichtigen Fähnchen bekleidetes (!) Mädchen (nähere Beschreibung siehe bei 4.Darsteller) ist für einen Abend das Kindermädchen bei reichen Leuten, während diese auf einen Empfang gehen. Die Kinder sind wie kleine Lämmchen und lassen sich von dem fremden Mädchen ganz schnell ins Bett bringen und schlafen innerhalb Sekunden ein (!). Das Mädchen telefoniert vom Anschluß der Hauseigentümer erst mal so um die zehn Minuten mit ihrer Freundin und spielt dabei an sich selbst herum (!) und merkt nicht, wie ein Einbrecher sie durch das Fenster beobachtet. Er findet eine Möglichkeit, ins Haus zu gelangen und und schleicht sich ganz nah an dem telefonierenden Mädchen vorbei , ohne das diese das bemerkt (!). Kurz, bevor er das Zimmer verlassen will, bemerkt sie ihn. Beide erschrecken und er rennt davon und sie folgt ihm mit hysterischem Gekichere (!) und heruntergelassener Hose (!?!). Nach zwei Zimmern bekommt sie ihn dann zu fassen und zwar an seinem...... (!!!). Ja, alles klar, wirklich eine Szene wie aus dem wahren Leben! Dann beginnt die Hardcore-Sexszene, von der wir aber nicht so richtig was mitbekamen, weil wir vor lauter Lachen auf dem Boden lagen. Man muß ja den diversen Produzenten solcher Filmchen zugute halten, daß viele der sogenannten „Handlungen“ ganz klar darauf hin abzielen, sowas wie eine Story um die Sex-Szenen herum aufzubauen. Nichtsdestotrotz sind diese zum Schreien komisch und dem eigentlichem Zweck nicht sehr dienlich. Fanden wir beide auch, also haben wir mal wieder vorgespult.

4.Die Darsteller
Nachdem wir dann so geschätzte zwanzigmal vorgespult hatten, stellten wir fest, daß der Film plötzlich zu Ende war. Auch in puncto Darsteller / schauspielerische Fähigkeiten hatten sämtliche Streifen nichts Außergewöhnliches oder Innovatives zu bieten. Mich hätte es ja nicht gewundert, wenn die Leute alle miteinander verwandt gewesen wären. Die Mädels sind allesamt durch die Bank solariumsgebräunte Barbiepuppen mit ordentlich (Silikon-)Holz vor der Hütten und aufgespritzten Lippen, die mich irgendwie an Autoreifen erinnerten. Lediglich bezüglich der Muster ihrer Arschgeweihe und ihrer Haarfarben unterschieden sie sich. Die Männer: Muskelbepackte Ken´s mit Sonnenbank-Abo´s, lediglich durch ihre Haarfarbe und den Körperstellen ihrer Tattoos zu unterscheiden.

Alles nur meine Meinung, aber was mich schon immer interessiert hat: Können solche – in meinen Augen alberne - Pornofilme (und NEIN, es waren keine solche Filme wie von dem da;: http://www.youtube.com/watch?v=1oFwSdDY_po ;-)) wirklich zur Befriedigung der eigenen Sexualität / Anheizen (sollte man das überhaupt nötig haben, wenn man guten Sex hat?) im Partnersex beitragen? Also bitte mal Eure (ehrliche) Meinung dazu, von Männlein UND Weiblein.

Und ja, mir ist gerade schrecklich langweilig! *lach*

 

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Artikel von Feuerlocke76 am 12.01.2010 21:42 Uhr
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Themen: Artikel, Pornofilme, Ernst, Meinung4

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Diskussion

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    Ka-chingKa-ching, vor 8 Jahren

    Re: 4 Gründe, warum Pornofilme wirklich albern sind.

    Nähköstchen auf:

    Vor ein paar Jahren...und in einer demzufolge anderen Beziehung..hab ich meinen Damaligen auch *erwischt*. Nicht in flagranti, aber das Filmchen, dessen Dasein in unserem gemeinsamen Haushalt mir noch gänzlich unbekannt war, habe ich im Videorecorder entdeckt, als ich eine neue Cassette einlegen wollte.
    Man was war ich empört! *lach*
    Nicht, weil es ein Porno war.
    Sondern weil der Kerl ihn vor mir verborgen hielt, dann aber, nach seinem privaten Lusterlebnis, zu dämlich phlegmatisch oder auch indiskret war, seinen *Schaaaatz* wieder zu verstecken.
    Von mir aus hätte er ja 24 Stunden mit nackter Flöte durch das Haus rennen können, aber diese Entdeckung zuzulassen fand ich - egal aus welchem Grund - daneben.
    Zum Inhalt des Films ==> gääähn

    Kleiner Tipp von mir:
    Ich habe dann *etwas* (Jahre) später mal gegoogled, ob es auch Pornos gibt, die ich als Frau anturnen.
    Google sagte :

    Jajajaja....zum Beispiel den hier:

    Pink Prison (deutscher Titel: Hinter Gittern gevögelt)Assoziation beim Lesen des orig. Titels: Gay-movie

    Assoziation beim Lesen des deutschen: *irrgs* Kathie Karrenbauer???

    Sollte ohne Versand 70.- € kosten.
    Nix da...
    Heute kenne ich den Film...*gg* und ich kan nur sagen: Finger weg.

    Feinen Tach noch!

    :-)
     
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    Satura Satura, vor 8 Jahren

    Re: 4 Gründe, warum Pornofilme wirklich albern sind.

    "Let me show your Pornoshow" beim Lesen Deiner Zeilen ging mir dieses Lied durch den Kopf.

    Und da wären wir auch schon beim Grundgedanken. Im Teenageralter habe ich auch kichernd vor dem Fernseher gesessen, als ich meinen ersten Pornofilm schaute. Weder antörnend, noch erregend für mich. Und ein Tabuthema, das kam noch erschwerend hinzu. Da wurde auch gespuckt und gestöhnt. Wobei ich Dir jetzt einfach mal unterstelle, dass Du weißt, um welches Spuckmaterial es sich bei diesen Filmen handelt. :-) Das ist dermaßen unnatürlich, wenn Frau genau hinschaut, dass es wirklich Lachtränen hervor zaubert. So sieht kein reales Sperma aus. :-)

    Frauen und Männer in diesen Filmen entsprechen natürlich dem gängigen Porno-Schema. Gut bestückt beglückt :-)

    Und nun zu Deiner Frage, ob Pornofilme zur sexuellen Befriedigung beitragen können. In meinen Augen ein eindeutiges Ja. Auch hier sollte man unterscheiden. Diese wirklich nur "rein-raus-egal-wo-rein-hin" billig produzierten Pornos für Männer, die einzig und allein dem Zweck dienen, er spritzt mit ominöser Flüssigkeit in die scheinbar willigen Öffnungen der Frauen sollten sich auch nur Männer anschauen, deren Weltbild von Sexualität geprägt ist, die sehr prüde vorgelebt wurde.

    Sexualität in der reinsten Form der Antisexualität. Schau her, so endest Du, wenn Du masturbierst, wird oft von bigotten Elternteilen gepredigt. Mit Blindheit gestraft. Leider wird es oft so vorgelebt. Das genau diese Männer irgendwann danach lechzen werden, dem Teufel sprich den Schlampen zu begegnen, bzw. sie einfach nur mal per Bildschirm anzuschauen ist vorprogrammiert.

    Mangels gesunder Erziehung zur Sexualität züchten wir uns Sex-Zombies heran. Frauen und Männer! Wie geht das? Kondome? Aids? was`n das?
    Sex-Hotlines, Videotheken, Internet...CS-Zeiten, Sex als Selbstwertgefühl.

    Kichern und mit Popcorn, wie Du es beschreibst..*abwink* Nostalgie:-)))

    Ich nenne eine Menge Pornos mein eigen. Am liebsten sind mir diejenigen, die privat gedreht wurden. Keine Beau`s, keine aufgeblasenen T....und Schw......einfach nur Menschen, die Spaß daran hatten, sich filmen zu lassen. Mitunter sind dort Menschen zu sehen, die dem gängigen Pornoschönheitsideal *hust* überhaupt nicht entsprechen. Um so erregender für mich als Zuschauerin. Ob alleine, oder mit Mann. Es kommt auf die jeweilige (Sex) Situation an.

    Gay-Pornos besitze ich, weil ich eine gesunde Art des Voyeurismus in mir fühle. SM Pornos aus dem gleichen Grund.

    Die Geschichte der O . Mit Handlung, mit einer hinreißenden Hauptdarstellerin, das ist Porno..Kopfporno. Ohne Großaufnahmen von Sch....und Mö....

    Fantasie und mit der möchte ich leben und sie ab und an in Bildern serviert bekommen.

    Ich bewerte Deinen Beitrag nicht inhaltlich. Ich bewerte ihn menschlich. Und Pro-Porno :-)
     
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    kein Fotocarlotta77, vor 8 Jahren

    Re: 4 Gründe, warum Pornofilme wirklich albern sind.

    Danke für den Lacher am frühen Morgen...:-)

    Den Filmtitel: "Dein Arsch gehört mir..." finde ich gar nicht so übel, übrigens.

    Zum Thema "Handlung in Pornofilmen"...die meisten sind tatsächlich so dermaßen wüst und realitätsfremd, könnte man sich tatsächlich sparen...aber dann wären die Filme vielleicht nur, tja, 15 Minuten lang...?

    Ein gut gemachter Pornofilm kann bestimmt dazu beitragen, den Sex innerhalb einer Partnerschaft anzuheizen oder sich neue Anregungen zu holen

    Wenn ein Paar aber nur noch mit Porno gucken beschäfigt ist, um auf Touren zu kommen, ja, dann läuft etwas gründlich schief...

    ;-)

    :-)
     
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    AnchorlessAnchorless, vor 8 Jahren

    Re: 4 Gründe, warum Pornofilme wirklich albern sind.

    Was solls? Es gibt Männerpornos und Frauenpornofilme. Bei Frauen heißen sie z.B. "Pretty Woman".

    Die Handlung ist genauso realitätsfern, wie die Dialoge und der dargestellte Sex (Kavierszene) ist genauso wenig nachturnbar, wie die oft merkwürdigen kamerafreundlichen Stellungen in den üblichen Männerpornos.

    Aber die Stimmung die sie erzeugen zählt. Oder möchtest Du jetzt Filme in denen die Protagonisten Gedichte bei der Gymnastik vortragen oder über 12-Tonmusik diskutieren?
     
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    kein Fotofrank123, vor 8 Jahren

    Re: 4 Gründe, warum Pornofilme wirklich albern sind.

    Wenn ich mir hier die ellenlangen Diskussionen hier so anschaue, gewinnt der Satz "Dumm bumst (oder f... gut)" für mich doch eine neue Bedeutung... ;-)

    Mal im Ernst, diese Diskussion ist genau so abtörnend wie ein schlechter Porno, letztendlich ist alles eine Geschmacksfrage...

    Und wenn die Geschmäcker so verschieden sind wie in dem beschriebenen Fall, dann sollten Mann/Frau auch die Konsequenzen ziehen, es gibt wenig, was einer Beziehung mehr den Boden entzieht als vollkommen unterschiedliche Vorstellungen/Erwartungen von SEX.
     
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    kein FotoWind1961, vor 8 Jahren

    Re: 4 Gründe, warum Pornofilme wirklich albern sind.

    Handlung. Auja.
     
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    Gunner1Gunner1, vor 8 Jahren

    Re: 4 Gründe, warum Pornofilme wirklich albern sind.

    ich kenne nur einen porno: " hallo taxi ",aus anfang der 90iger, die hauptdarstellerin tauchte jetzt wieder im TV auf : in der Briefgoldwerbung :-) lol
     
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