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Herodot – und es gibt ihn doch!

Artikel von Santa-Graus veröffentlicht am 20.06.2017 18:35 Uhr

Mit Beginn der Flüchtlingswelle und der unkoordinierten Massenmigration sind zwei Phänomene zu beobachten. Auf der einen Seite gibt es die offizielle Berichterstattung unserer öffentlich-rechtlichen Medien und die damit verbundene politisch-korrekte Meinungsimplementierung. Auf der anderen Seite bemühen sich Kritiker aus dem In- und Ausland um eine Korrektur der inzwischen nachweislich sehr einseitig ausgerichteten Informationsselektion und die damit verbundene wahrheitsgemäße Aufklärung.

Dadurch entstehen verschiedene Formen des Wiederstandes seitens der offiziellen Stellen. Inzwischen spitzt sich die Situation zu. Dazu komme ich später. Die Jahrzehnte lang gut funktionierende Indoktrinierung im Kindergarten, der Schule und Uni durch systemopportune Geschichtsschreibung, Soziallehre, Demokratieverständnis und öffentlichen Verhaltenskodex funktioniert nur noch bedingt. Die Menge an Menschen aus allen Schichten, die hinterfragen, kritisieren, aufbegehren, für politische Neuausrichtungen votieren, nimmt zu. Remonstrierende Vollzugsbeamte, vermehrter ziviler Ungehorsam, Widerstand im Netz usw. nimmt ebenfalls zu. Ein kontinuierlicher Zuwachs politischer Willensbildung, die ausdrücklich verfassungskonform von Statten geht, bedroht nicht unsere Demokratie. Sie bedroht ein System innerhalb unserer verkrusteten demokratischen Ordnung, welches mit Demokratie und Freiheit nicht viel am Hut hat.

Es ist also Bürgerpflicht, alles zu hinterfragen, zu streiten, neue Wege zu suchen und auszuprobieren. Ein solches Bestreben zum Wohle aller sollte sogar von staatlicher Seite befördert und propagiert werden. Eigentlich wäre es der Auftrag des ÖR die Meinungsbildung anzutreiben und in der Summe bei Wahlen zumindest alles medial Mögliche unternommen zu haben, um die Geschicke zum Wohle der Bevölkerung positiv voran zu treiben. Aber das Gegenteil geschieht. Und es fällt immer mehr Menschen, aber immer noch zu wenigen, auf.

Das aktuell beste Beispiel für den Kopsibolter-Aktionismus ist der Versuch, die inzwischen politisch drittstärkste Kraft in der BRD – die AfD – als Nazis zu brandmarken und dementsprechend die Berichterstattung zu delegieren. Eine demokratisch legitim aufgestellte Partei, die in 12 Landtagen vertreten ist, ist nicht mehr medial weg zu putzen. Abseits davon, dass sich „etablierte“ Parteien Inhalte der verhassten Systemstörlinge zu eigen machen, wird immer noch mit überholten Parolen dagegen geschossen. Warum ist mir hier und jetzt eigentlich egal. Es führte auch zu weit.

Die Ereignisse der politischen und soziologischen Vorgänge in diesem Land spalten nicht „die Gesellschaft“, sondern konkret Partner, Kollegen, Familien, Glaubensgemeinschaften, Parteien und auch uns hier auf der Resterampe des einst einzigen wirklich sozialen Netzwerkes Single.de .

Was hat das mit Herodot zu tun?

Der hat ganz früher, also so etwas von früher behauptet, es gäbe unter der großen Pyramide einen glasklaren See mit einem Sarkophag in der Mitte. Das wurde über Jahrtausende für einen Blödsinn gehalten. Inzwischen ist dieser See und der ägyptische Edelsarg gefunden worden. Das ist so das extremste Beispiel für die Überheblichkeit von Wissenschaft und Forschung als Mobilé über dem Bett der geleithammelten Dumpfbackenfraktion sich permanent reproduzierender Kohlenstoffeinheiten systemkompatibler Allesglauber. (Ab und zu muss ich solche Sätze basteln)

1610 hat Galileis „Planetenbotschaft“ einen riesen Wirbel verursacht. Cajus Plinius Secundus berichtete bereits im ersten Jahrhundert nach Christus über die Kugelgestalt der Erde und über Mond- und Sonnenfinsternisse. 400 Jahre früher schrieb der Philosoph Epikur in seinem zwölften Buch der Physik über die Kugelgestalt der Planeten und über die Expansion des Universums.

Warum hole ich soweit aus? Weil es über anerkannte Erkenntnisse keinen Diskurs mehr gibt. Bewiesener Maßen. Keiner hinterfragt mehr die astronomischen Gesetzmäßigkeiten, die als anerkannt vermittelt werden. Wieso auch? Ein Glauben an etwas anderes wäre spinnert.

Wenn nun der ÖR oder Staatsmedien wieder einen Auftrag bekommt, im Sinne der regierenden politischen Klasse bestimmte Themen, die gerade aktuell diskutiert werden, in eine politisch korrekte Form zu bringen, kommen Spezialisten zum Einsatz. Immer wenn ich schon höre, dass ein Fachmann oder Experte für irgendetwas sich aus dem Olymp seines Erkenntnisorbits herabgelassen hat, eine Debatte mit unumstößlichen wissenschaftlich fundierten allgemein anerkannten Wahrheiten kaputt zu labern, gehen bei mir die Alarmglöckchen an. Das Wahlvolk scheint so dumm zu sein, dass es erklärende Unterhaltung benötigt, um eigene Erkenntnisse und eine bislang eigene Meinung auf die politische Korrektheit hin überprüfen zu lassen. Sicher ist sicher. Und dann kann man auch schon einmal „glauben“ Galilei hätte das mit runden Erde entdeckt. Steht ja so überall und Experten sagen das ja auch.

Im weiteren macht ja nun in erweiterter Panik unser Reichsjustizminister im Schlepptau einer Stasimatratze Jagd auf Hetzer. Hetzer sind vorrangig Leute aus den extremen Spektren, die sich im Netz volksverhetzend äußern. In Erweiterung seines Anblasens hat seine Stasimatratze so eine richtig gute Idee in Anlehnung an die guten alten SbZ-Zeiten in den Ring geworfen.

Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Das NetzDG verstößt eindeutig gegen den Art. 5GG, gegen EU-Recht und zielt letztlich darauf ab, die Meinungsfreiheit massiv einzuschränken, Bloggern und Kommentatoren Angst zu machen und den staatlichen Einfluss auf die politische Meinungsbildung weiter auszubauen. Meiner Meinung nach hat er den Bogen damit überspannt und wird kläglich scheitern.

Aber meine Meinung mal außen vor. Jetzt wird es juristisch und ernst:

Im Rahmen der 102. Tagung des Menschenrechtskommitees der Vereinten Nationen (11. – 29. Juli 2011 in Genf) hat die Abteilung Menschenrechte der Vereinten Nationen klipp und klar entschieden, daß insbesondere das Bestreiten des Holocaust als zu schützendes Rechtsgut der freien Meinungsäußerung gelten müsse und nicht verfolgt werden dürfe! Das Komitee fasste für alle Unterzeichnerstaaten der UN-Menschenrechtskonvention, also auch die Bundesrepublik Deutschland, Österreich und Schweiz, folgenden verbindlichen Beschluß:

„Gesetze, welche den Ausdruck von Meinungen zu historischen Fakten unter Strafe stellen, sind unvereinbar mit den Verpflichtungen, welche die Konvention den Unterzeichnerstaaten hinsichtlich der Respektierung der Meinungs- und Meinungsäußerungsfreiheit auferlegt. Die Konvention erlaubt kein allgemeines Verbot des Ausdrucks einer irrtümlichen Meinung oder einer unrichtigen Interpretation vergangener Geschehnisse.“ (Absatz 49., CCPR/C/GC/34)


Nach dem Grundgesetz Artikel 19 Ziffer 1 muß in jedem Gesetz, welches ein durch das Grundgesetz gewährtes Grundrecht verletzt, ein Hinweis auf den verletzten Artikel im Grundgesetz enthalten sein (Zitiergebot). In §130 ist kein Hinweis enthalten, der auf das verletzte Grundgesetz Artikel 5 (Meinungsfreiheit) hinweist. Daher handelt es sich bei dem §130 um ein ungesetzliches Gesetz und jede Anwendung entspricht Rechtsbeugung. Das beruhigt ein wenig….

Dieser §130 ist Verfassungsschützern eh ein Dorn im Auge. Selbst Otto Schily votierte vor einiger Zeit dafür, diesen Paragraphen gänzlich abzuschaffen. Warum gibt es ihn und vor allem in seiner aktuellen und völlig verwirrenden Ausführung? Wieder staatlich oktroyierte Einschüchterung nach dem Motto: „Für den Adressaten des Paragraphen 130 des Strafgesetzbuches ist es zweifellos am sichersten, den Themenkreis überhaupt zu meiden und andere als pauschal verdammende Meinungen für sich zu behalten.“

Der wirkliche Hintergrund ist aber ein gänzlich anderer. Warum muss eine unumstößliche Wahrheit, zu der es keinen Diskurs mehr geben kann, weil es spinnert wäre, etwas anderes zu glauben, gesetzlich so vehement unter Androhung drakonischer Strafen – selbst bei der Frage nach eindeutigen Belegen - geschützt werden? Weil belegbare Fakten, die Zweifel an der Stimmigkeit der jungen deutschen Geschichte und der damit verbundenen soziologischen und gesellschaftlichen Ausrichtung schürten, unsere Republik gefährden könnten. Was sie letztlich wirklich gefährden ist dieses innere System, von dem ich zu Beginn schrieb. Den Schlussakkord überlasse ich einer ehemaligen Muslimin, die mit ihrer Draufsicht den Kern besser beschreibt, als ich es je könnte:

„Merkwürdiger Weise trifft das sogar auf die jüngste Erwachsenengeneration zu, die heute lebt, die Nachkommen der Täter, die für deren Fehler persönlich nicht verantwortlich sind. Und doch haben sie diese Schande tief verinnerlicht und projizieren diese Schuld auf sich. Wegen dieses Schuldbewußtseins wirkt die „Nazikeule“ so entwaffnend. Rassist ist heute, wer es als seine größte Sorge bezeichnet, dass radikale Islamisten den alten Kontinent erobern könnten. Aber wohin soll der Mensch, der glaubt, diese Sorge nicht äußern zu dürfen? Die daraus entstehend Wehrlosigkeit gebiert Abneigung bis hin zu Hass auf das, was dafür verantwortlich ist. Und das führt dazu, dass so viele Biodeutsche eine extreme Abneigung gegen die deutsche Identität entwickelt haben. Alles andere erscheint besser, als das Deutschsein. In guter Absicht hat sich das einstige „deutsche Volk“, das sich einst „über allem in der Welt“ wähnte, in eine willig büßende Gesellschaft von Identitätsgestörten verwandelt. Und das ist die Ursache für einen extremen Toleranzwahn, den die Deutschen entwickelt haben, der alle anderen Gesellschaften überhöht.“

Zana Ramadani „Die verschleierte Gefahr“


Von daher rührt auch der undifferenzierte Zank und Streit bei diesen Themen hier im Forum. Da die beiden Stationsclowns bei mir gesperrt sind, hoffe ich auf eine niveauvolle Diskussionskultur ohne die bekannten unterirdischen Beleidigungslitaneien….
 

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Artikel von Santa-Graus am 20.06.2017 18:35 Uhr
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Themen: Fakten

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Diskussion

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    The69rs The69rs, vor 4 Monaten (geändert von The69rs vor 4 Monaten)

    Re: Herodot – und es gibt ihn doch!

    das Bestreiten

    (bzw. alternativ manchmal auch eine Rechtfertigung) gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (verbal oder tätlich) gegen Juden in der Gegenwart erfolgt häufiger, und zwar durch Linke sowie Moslems mit Migrationshintergrund.

    Wenn es dabei um linke Akteure geht, schreiben Publizisten mitunter sarkastisch darüber: "Sie lieben tote Juden." o.ä. Soll heißen: Das sind Leute, die zwar jedes Jahr am 27. Januar und 9. November artig gedenken, aber parallel Angriffe auf Juden in der Gegenwart als was auch immer rechtfertigen ("Israelkritik" o.ä.).

    Da musst du gar nicht so weit gehen: Der "zahnlose" Maulheld CatMan hat ja abgestritten, Autor der Kommentare zu sein, wo dann von Israel im Rahmen antisemitischer Ressentiments gleich über "das auserwählte Volk" gesprochen und suggeriert wurde, dass es sich bei der Bekämpfung von Hamas-Terror (Raketenbeschuss etc.) um einen "Vernichtungskrieg" handele.

    Aber er kann bzw. will das ja nicht gewesen sein, wenn er kürzlich erst den zweiten Jahrestag seiner ersten Aktivität hier zu verzeichnen hatte ;)

    http://community.single.de/mitglieder/The69rs/blog/2724908

    Und wenn es bei Angriffen auf Juden in Europa muslimische Migranten die Täter sind, wird von Linken mitunter versucht, dieses "Aufkommen" unter den Teppich zu kehren. Vielleicht erinnerst du dich noch, als dir die (vermutliche) Ex-Komsomolzin die Thematisierung von Antisemitismus in Europa untersagen wollte? "So was gehört sich einfach nicht", war es, was sie wörtlich schrieb. Das wäre ungerecht gegenüber den Flüchtlingen. Ach so, damit alle eine gute Meinung über Flüchtlinge haben und die sich wohl fühlen, soll dann verschwiegen werden, dass über die Hälfte von denen antisemitische Einstellungen haben? In Verbindung mit der Forderung, dass es keine Obergrenze der Aufnahme geben dürfe, bedeutet das dann faktisch, dass der Massenimport von Antisemitismus und dessen Folgen billigend in Kauf genommen werden!

    Das aktuell beste Beispiel für den Kopsibolter-Aktionismus ist der Versuch, die inzwischen politisch drittstärkste Kraft in der BRD – die AfD – als Nazis

    Radikale Figuren / Tendenzen gibt es schon in dem einen oder anderen Landesverband. Auch gelegentliche Meldungen, der Verfassungsschutz würde punktuell diesbezüglich aktiv. Nun hatte ja bereits das erste gescheiterte NPD-Verbotsverfahren seinerzeit gezeigt, dass Beobachtung und Lenkung nicht zweifelsfrei zu trennen sind in dieser Branche.

    Beim zweiten Verbotsverfahren hatten die Behörden ja versichert, dass solche Verfahrenshindernisse nicht mehr vorliegen würden. Wer die aktuellen V-Leute wo auch immer sind, werden Behörden nachvollziehbar nicht herausposaunen, solange die noch aktiv sind.

    Es müssen nicht immer die lautesten Schreihälse sein. Interessanter könnte sein, wer ihnen regelmäßig ein Podium gibt, d.h. sie z.B. zu anderen Landesverbänden der AfD zu Redebeiträgen einlädt, die dann überregional bekannt werden und zu einem entsprechenden Image beitragen, sodass nicht Gerichte Urteile sprechen müssten, sondern sich potentielle Wähler eines bilden ;)

    zu brandmarken

    Das ging ja auch in Richtung angebliche bildungsferne "Modernisierungsverlierer". Selbst auf wen das zutrifft, möchte evtl. nicht dieses Label bzw. wählt sowieso schon woanders.

    Schon bei den ersten Erhebungen zu Pegida u.ä. sah ich die Notwendigkeit zu unterscheiden zwischen (nicht nur ökonomischen) "Verlierern" und solchen, die noch etwas zu verlieren haben. Wer sich eher als "Verlierer" sieht, würde sich von einem "Wandel" alle Mögliche versprechen können und ihn begrüßen, gegen den sich "arrivierte" Konservative richten ;)

    Wer sich ökonomisch benachteiligt fühlt und Parolen wie "(Bedingungsloser) Reichtum für alle" toll findet, tendiert evtl. eher zur Linken, während zur NPD womöglich vergleichsweise Bildungsfernere neigen, die von Parteiprogrammen anderer überfordert sind ;)

    "Wähler der AfD haben überraschend viel Geld und sind gut ausgebildet", findet derzeit zumindest ein Soziologe in Leipzig.

    http://www.zeit.de/2017/26/afd-waehler-studie-interview

    Und die Bürgerlichen, von denen er spricht, die sich von radikalen Tendenzen aufgeschreckt fühlen, könnten mit einer Rückbesinnung zur FDP evtl. im Herbst dazu beitragen, dass Groko-Projekt ad acta zu legen und die "Alternative" R2G zu verhindern ;)

    Das ist zwar nur eine Momentaufnahme

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundestagswa hl-aktuell-wuerde-es-fuer-schwarz-gelb-reichen/19958692.html

    wie auch die vorherige SPD-Generalsekretärin und jetzige Familienministerin ob dieser Werte als Testimonial für die Warnung des heute journal bestätigte, Umfragen nicht überzubewerten. Nun, sie kann das wissen, nachdem Umfragen mit ähnlichem Charakter von Momentaufnahmen zum Strohfeuer des Schulz-Hype beigetragen hatten ;)
     
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      wots_upwots_up, vor 4 Monaten

      Interessanter könnte sein,

      wer uns hier ein Podium gibt. Wann verteidigst du "dich"?
       
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      Santa-GrausSanta-Graus, vor 4 Monaten

      Nun ja...

      ...es zeichnet sich ja unmissverständlich ein Bild der gutbürgerlichen Mitte, die als Sympathisanten und Wähler der AfD gelten. Viele ehemalige FDP'ler sind dabei. Nun versuchen sämtliche Parteien ihre nettosteuerzahlenden Verlustwähler durch die teilweise Übernahme von AfD-Parteiprogrammpunkten zurück zu gewinnen.

      Vor allem die Grünen kommen selbst bei den Öko-Neureichen nicht mehr durch. Kein Wunder:

      https://www.youtube.com/watch?v=57UOP5s0mvg

      Wenn es für Schwarz-gelb reichte, wäre ich zufrieden. Aber eine starke AfD und das Verschwinden der Grünen zwängen die dann Regierenden zur Rücknahme von Irrläufern und einer viel bürgernäheren Politik.

      Wie auch immer. Jetzt kommt erst einmal das obligatorische Sommer-Theater....
       
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        The69rs The69rs, vor 4 Monaten (geändert von The69rs vor 4 Monaten)

        Re[0]: Nun ja...

        Jetzt kommt erst einmal das obligatorische Sommer-Theater....

        Und so schnell wie möglich auf jeden Fall noch das NetzDG durchpeitschen, damit es in der heißen Phase des Wahlkampfs bereits greift.

        Als ob es nicht bereits jetzt fragwürdige Eingriffe gäbe. Da z.B. müsste für gewöhnliche Benutzer in D ein Hinweis kommen, dass der Tweet "zurückgehalten" wird:

        https://twitter.com/TobiasHuch/status/876032986432638977

        Und was ist der Inhalt? Entweder entsprechende Einstellungen vornehmen, dass er gesehen werden kann oder einen Screenshot davon anschauen: Er äußert sich dazu, ob bei Veranstaltungen wie dem sog. Al-Quds-Tag mehr Teilnehmer erscheinen als bei Demos gegen Terror.

        https://pbs.twimg.com/media/DC9L90WXYAIaxiV.jpg

        Wer gibt eigentlich im Falle von Twitter derzeit die "Empfehlungen", was zu "sperren" ist und was nicht, und wird u.a. über Programme der SPD-geführten Bundesressorts für Justiz sowie Familie (bzw. genauer: Familie, Senioren, Frauen und Jugend) gefördert?

        Twitter listet das auf: https://pbs.twimg.com/media/DCXsZOnXUAAZnZ2.jpg

        Es trifft jetzt auch schon Journalisten:

        "Offenbar hat Twitter meinen Account für Nichtfollower stumm geschaltet (shadowbanned) @HeikoMaas wirkt. Direkter Angriff auf #Pressefreiheit", schreibt der Leiter des NewsDesk der NWZ. Ich hab es getestet: Wenn man die erweiterte Suche verwendet, ist es in den (Nicht)Ergebnissen so, als würde er nicht existieren und hätte noch nie getwittert. Da soll sich nochmal jemand von den SPD-Bonzen über Türkei, China oder Russland aufregen ...

        Gestern bot sich ja der Vergleich an, da am gleichen Tag in der gleichen Stadt entsprechende Veranstaltungen angemeldet waren.

        http://www.berliner-zeitung.de/berlin/muslimischer-friedensm arsch-80-menschen-demonstrierten-gegen-islamistischen-terror --27851998

        Beim Al-Quds-Tag sollen es lt. verschiedener Medien mehr als viermal so viele gewesen sein.

        Und was haben solche Al-Quds-Veranstaltungen nun mit der Partei des Justizministers zu tun? Sigmar Gabriel empfing kürzlich den Organisator des Al-Quds-Tages in seinem Amt.

        http://www.presseportal.de/pm/75035/3644471
         
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    Cromagnon Cromagnon, vor 5 Monaten

    Re: Herodot – und es gibt ihn doch!

    Mir kommt es auch so vor als gäbe es nach den 68ern eine zweite Welle des Zweifels. Was heute "die Eliten" sind, war damals "das System". Ansonsten gibt es natürlich viele Unterschiede. Im Namen der Demokratie wird auch heute protestiert, aber damals gab es ja noch einen Hauch von Sozialismus. Worauf dann in etwas zeitlichem Abstand eine Privatisierungswelle folgte. Insofern muss man die Begeisterung der Jugend nicht überschätzen. Wofür sich Jugend schon alles begeistern konnte - darüber denkt man besser gar nicht nach.

    Trotzdem erscheint mir die jetzige Protestwelle eher rückwärtsgewandt. Das ist nicht so dolle. Obwohl meines Erachtens jeder eine konservative Ecke hat. Was für den einen gewisse Familienstrukturen sind, das sind für den anderen irgendwelche Wale und Biotope. Jeder willl irgendwo ein Stück Kontinuität. Das ist eben dies Hängen zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Verehrung und Hoffnung.

    Alles sehr konfus im Moment. Ich warte die ganze Zeit auf Menschen mit Ideen.
     
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    kein FotoCherry_blossom, vor 5 Monaten

    Re: Herodot – und es gibt ihn doch!

    Carl Friedrich von Weizsäcker über die Zukunft....
    ich höre es mir hin und wieder an,
    was dieser großartige Mann uns zu sagen hatte:

    https://www.youtube.com/watch?v=GEsEc6NrnRc

    Bin im Live-Stream mit Braco,
    wünsche einen zauberhaften Abend :-)
     
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