SavoirVivre48SavoirVivre48SavoirVivre48SavoirVivre48

SavoirVivre48 war seit über einem Monat nicht onlineSavoirVivre48

67 Jahre, weiblich
Baden-Süd, Baden-Württemberg

Ich bin in einer Beziehung und möchte Freizeitkontakte, Freundschaften

Es ist einfach erfüllend, ein Leben zu führen, das sich auf zwei Ebenen abspielt: Auf der Ebene der Realität und auf der Ebene der Imagination.

SavoirVivre48

West-östliche Angelegenheiten

Kurzbeitrag von SavoirVivre48 veröffentlicht am 17.03.2014 10:19 Uhr

Kann mir mal jemand erklären, was es den Westen angeht, wenn sich die Bewohner der Halbinsel Krim für die Zuwendung zu Russland entscheidet? Sicher klingt meine Frage naiv - ist sie ja auch. Trotzdem würde ich gerne die Hintergründe wissen. Vielleicht können mich Historiker aufklären. Irgendjemand hat mir einmal gesagt, dass Nikita Chruschtschow 1954 die Krim an die Ukraine verschenkt habe. Wäre es für Russland von Interesse, wenn Liechtenstein plötzlich zu Deutschland gehörte?

 

12
Punkte
Kurzbeitrag von SavoirVivre48 am 17.03.2014 10:19 Uhr
35 Leser, 23 Kommentare
Themen: Frage, Wissen, Meinung

Social Bookmark bei: Diese Seite zu Mister Wong hinzufügenGoogleStumbleUpondel.icio.usNetscapeyigg

Diskussion

  • Einklappen
    nathalynathaly, vor 3 Jahren

    man könnte sie

    zusammen auf den DIVAN setzen....
    so es denn einen groß-genugen gäbe.

    *ggg
     
  • Einklappen
    HOLZWURMDEHOLZWURMDE, vor 3 Jahren

    Die Schotten, die Bosnier, die

    Slowenen + Tschechen, ja sogar die Badener konnten frei mit alternative wählen.
    Die gestrige Abstimmung in Gewehrsichtweide hatte die Alternative auf dem Stimmzettel
    a) sofort
    b) zu einem späteren Zeitpunkt
    sich Russland anzuschließen.

    wenn es eine echte Wahl gewesen wäre .....

    ansonsten wollen die einen einen Hafen behalten ohne zu zahlen
    und
    die anderen den Papiermachtbereich erweitern.
     
  • Einklappen
    WiedersoeinerWiedersoeiner, vor 3 Jahren

    Re: Irgendjemand ...

    ... hatte recht.

    Und ein Referendum unter ca. 22.000 Waffenläufen ergibt sicherlich ein "eindeutiges" Ergebnis.

    Zu Deiner letzten Frage: nein, aber wenn der Ost-berlusca sich einbilden würde, es müsste zu seinem Reich gehören, würde Dich das Rasseln von panzerketten sicherlich im Schlaf stören.
     
  • Einklappen
    zweisamkeit73zweisamkeit73, vor 3 Jahren

    Re: West-östliche Angelegenheiten

    Nun ja, mir ist nicht bekannt, dass es den Menschen auf der Krim verboten ist nach Russland auszuwandern. Wenn Liechtensteiner nach Deutschland auswandern wollen, können sie das ebenfalls tun.

    Nur das Territorium ist zunächst mal Teil des Staatsgebietes und der Westen macht eigentlich nichts weiter als die Ukraine bei der Wahrung ihrer territorialen Integrität zu unterstützen - entsprechend den bi- und multilateralen Abkommen dieser Staaten.

    Da wo eine Art "Selbstbestimmungsrecht der Völker" zum Tragen kam, war der territoriale Eigentümer meistens zu schwach um das abzuwehren. Ein solches Recht ist deswegen im eigentlichen Sinn gar kein Recht - klingt aber ganz nett.
     
  • Einklappen
    Cromagnon Cromagnon, vor 3 Jahren

    Re: West-östliche Angelegenheiten

    Die USA und die EU - oder zusammengefasst gesprochen: die NATO - schieben ihren Machtbereich immer weiter nach Osten. Im Vorfeld des jetzigen Konfliktes ging es um eine stärkere Anbindung der Ukraine an die EU.

    In dieser Frage ist die Bevölkerung der Ukraine gespalten. Einige wollen die Orientierung an Russland, andere wollen die Orientierung zum Westen. Es existiert seit vielen Jahren ein großes Misstrauen innerhalb der Bevölkerung. Ich weiß das von nahen Verwandten - deutscher Mann, ukrainische, Russisch sprechende Frau. Er wollte mit ihr vor einigen Jahren in die Westukraine ziehen, um den Weg nach Deutschland abzukürzen. Sie hat das verweigert, weil sie sich dort nicht sicher fühlte.

    Da treffen Machtblöcke aufeinander. Wie wichtig in diesem Zusammenhang die Menschenrechte sind, ist schwer zu sagen. Man kann sich ja selbst überprüfen. Wie sehr ist man als moderner Mensch in seinem Handeln an den Menschenrechten orientiert? Ich denke, dass sie eine Rolle spielen, aber sie sind nicht der einzige Handlungsgrund. Ich schätze, dass es den Politikern nicht unähnlich geht. Wobei sie mehr den Erfolg ihres Gemeinwesens im Auge haben müssen als der Normalbürger. Warum sollten sie weniger borniert sein als ein Manager, der den Erfolg seines Unternehmens anstreben MUSS? Oder weniger borniert als ein Fußballer, der für seinen Verein gegen andere spielt?

    Vielleicht hängen sogar unsere Medien in ähnlichen Prozessen drin, denn sie wirken recht gleichgeschaltet. Dabei ist es für mich aber keine Frage, ob diese Gleichschaltung freiwillig ist. Sie ist es.

    So unterscheiden die Medien gern propagandistisch zwischen den Russen und Putin. Das ist wahrscheinlich ein Quatsch. Dissidenten sind kein Beweis, denn wir haben selber recht viele Dissidenten. *g* Offenbar gingen die Umfragewerte von Putin aufgrund seiner Krim-Politik nach oben. Dabei wollen die in Russland lebenden Menschen so wenig einen Krieg wie wir selbst.

    Ich habe nicht gründlich gesucht, doch auf den ersten Blick nie schlüssige Argumente gefunden, warum die Leute in der Ukraine nicht über ihre staatliche Zugehörigkeit entscheiden dürfen. Da wird meist gar nichts erklärt, obwohl meines Erachtens ein großer Erklärungsbedarf besteht. Mir fällt nur auf, dass wir diese Entscheidungen in der EU auch oft nicht treffen dürfen. Welche Staaten zusammenrücken, sollen nicht die Bürger entscheiden. Nachdem da was in die Wege geleitet wurde, dürfen die Bürger natürlich wählen. Also das schon. Und das ist meines Erachtens auch keine Augenwischerei. Aber über diese oder jene Fragen scheint die Politik keine Abstimmungen zu mögen. ;)
     
  • Einklappen
    Santa-GrausSanta-Graus, vor 3 Jahren

    Kiew...

    ...und die Ukraine sind der Ursprung Russlands. Um 980 n.Chr. entstand Kiewer Rus und durch die nachfolgende Bündnispolitik waren die Kiewer Fürsten mit sämtlichen europäischen Königshäusern verwandschaftlich verbandelt. Die Ukraine war immer und ist es noch heute eng mit Europa verbunden. Dennoch sehen sie sich und ihr Land als Ur-russisch an und leben diesbezüglich ihre Nationalität aus. Dagegen ist die NPD ein harmloser Kindergarten. Zur Zeit "regieren" dort ultra Rechte ohne eine verfassungsgemäße Ernennung. Meuterei.

    Die Krim wird von Russland seit langem gepachtet. Bis 2040 glaube ich bekommt die Ukraine einen dreistelligen Millionenbetrag "Krimmiete" und 30% billigreres Erdgas. Ein Anschluss an Russland wäre also ein gutes Geschäft und die russische Schwarzmeerflotte in sicherem Gewahr.

    Das nun die Amis und im Schlepptau die euröpäischen Vassallen mit Menschenrechten und Völkerrecht um die Ecke kommen, ist zwar im Ansatz korrekt, trifft jedoch nicht den Kern..
    Hier geht es um Energie und um militärischen Einfluß. Die Amis haben noch nie etwas vom Zaun gebrochen, wo es um den Schutz von Menschenrechten oder das Völkerrecht geht. Hier geht es um Geld und Macht.

    Die Ukrainer sind faktisch pleite und ohne die Krim dann offiziell bankrott. Geht die Krim an Russland, folgt bald die Ukraine. Das wollen die Amis um jeden Preis verhindern.

    In der föderalen Sowjetunion war damals die Überlassung der Krim ein symbolischer Akt. Alle autonomen Republiken waren eh in der Förderation und in der Duma repräsentiert. Viele Ukrainer wollen wieder alte Verhältnisse, ganz besonders in Anbetracht der EU-Krise und der gewaltvollen Demokratisierungsversuche der Amerikaner in der Welt. Putin macht eigentlich alles richtig. Und drohen kann ihm auch niemand. Sonst wird der nächste Winter eine kalte Angelegenheit....
     
  • Einklappen
    esprit0esprit0, vor 3 Jahren

    Re: West-östliche Angelegenheiten

    Im Budapester Protokoll aus dem Jahr 1994 haben Russland, Großbritannien und die Vereinigten Staaten der Ukraine, Kasachstan und Aserbaidschan weitreichende Sicherheitsgarantien eingeräumt. Dazu gehört auch die Wahrung der territorialen Integrität der Ukraine. Mit anderen Worten, hätte die Ukraine die auf ihrem Gebiet lagernden Atomwaffen damals nicht vernichtet, hätte es dieses Referendum so nie gegeben, weil keine Militärfahrzeuge aufgefahren wären, nicht irgendwelche (russischen) Sicherheitsleute ukrainische Kasernen und Flughäfen kontrolliert hätten und pro-europäische Medien abgeschaltet worden wären.

    Es würde keiner zusehen, auch Russland nicht, wenn wir uns zum vermeintlichen Schutz deutscher Bürger in Liechtenstein ähnlich verhielten.

    Gegen ein Referendum ansich ist ja nichts zu sagen. Wenn, ja wenn es denn unter demokratischen Spielregeln stattfindet, wie z.B. in Schottland. Hier haben die Bürger eine echte Wahl, ohne Einschüchterung durch Militärpräsenz und vor allem, mit Zustimmung der Regierung des souveränen Staates Großbritannien. Was bitte hätte dagegen gesprochen, dieses Referendum in der Ukraine in die Zeit nach den Neuwahlen zu legen?

    Marita
     
Liebe Community, wir bedauern sehr Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir die Plattform geschlossen haben. Aus diesem Grund ist es nicht mehr möglich sich einzuloggen oder einen neuen Account zu registrieren.

Anmelden

Mitglieder

Neue Frauen
    Neue Männer
      Aktuell oft besuchte Profile
        Oft genannte Interessen

        Beiträge

        Neue Beiträge
        Die heißesten Diskussionen

        Kalender

        Aktuelle Termine

        Klubs

        • Logo des Klubs Shout-BoxShout-Box
          Der Name ist Programm.
          Letzter Beitrag: 20.02.2017 22:14 Uhr
        • Logo des Klubs HamburgHamburg
          Events in und um Hamburg findet Ihr hier.
          Letzter Beitrag: 07.01.2017 17:34 Uhr
        • Logo des Klubs DANKE__fuer__ALLESDANKE__fuer__ALLES
          Danke für alles - für diesen Traum, dieses Privileg, für die gute Gesellschaft auf einem langen Weg...
          Letzter Beitrag: 09.09.2016 17:30 Uhr
        • Logo des Klubs MensaMensa
          strenge Tür
          Letzter Beitrag: 24.06.2016 14:49 Uhr
        • Logo des Klubs MuckeMucke
          Alles zum Thema Mucke
          Letzter Beitrag: 31.03.2016 23:40 Uhr